Seit 50 Jahren in der Schweiz zu Hause
BMW Group und die Schweiz: Eine langjährige Liaison, die über das 50-Jahre-Jubiläum der BMW Group Switzerland hinausgeht.
Schon 1953 übernahm die Zürcher MOTAG den Generalimport von «BMW Automobilen und Bestandteilen» für die Schweiz. Firmengründer Karl Hübner pflegte beste Beziehungen zur BMW AG in München und unterstützte das Unternehmen in den harten Nachkriegsjahren mit Darlehen. So kam er zum alleinigen, lebenslangen Importrecht für die Schweiz. Ein «Handschlag-Geschäft», wie sich Zeitzeugen erinnern. Firmenstandort war Zürich, bevor 1968 das «MOTAG Automobilzentrum in Dielsdorf bei Zürich» bezogen wurde – bis heute unser Standort.
1975, nach dem Tod von Karl Hübner, übernahm die BMW Holding AG schrittweise die Aktienpakete der Erbengemeinschaft Hübner und gründete die heute bekannte BMW (Schweiz) AG. Parallel dazu kam 1975 die erste Generation des BMW 3er auf den Markt. Die Säule unseres stetigen Wachstums.
Erster Ausbau
Mit der neuen Firmenstruktur ging ein rasantes Wachstum einher. Noch 1975 wuchs die Belegschaft von 50 auf mehr als 100 Angestellte. Als Bekenntnis zum Standort Dielsdorf und im Zuge einer langfristigen Planung entstanden 1977 ein zweites Bürogebäude für das Finanzwesen und die Verwaltung sowie ein zentrales Teilelager. Schon 1978 knackte die Marke BMW in der Schweiz die Marke von 10’000 verkauften Autos.
Das Modellportfolio bestand aus der 5er-Reihe (E12), dem 6er Coupé (E24), dem M1 (E26) und natürlich dem 3er (E21). Die erste Generation dieser bis heute zentralen Baureihe im BMW Portfolio war das erste Modell, das von Beginn an offiziell über die BMW (Schweiz) AG angeboten wurde.
Die Ära des BMW 3er (E21) – 1975 bis 1983
«1977 liegt der Neupreis für einen 316i bei 16’250 Franken. Der E21 ist ausschliesslich als zweitürige Limousine zu haben.»
Die Ära des BMW 3er (E30) – 1982 bis 1994
«Mit der Baureihe E30 war der 3er erstmals auch als viertürige Limousine oder als Touring zu haben.»
Sonderwünsche und Weitblick
Obwohl das Marktvolumen im globalen Kontext gering ausfiel, galt die Schweiz in München als wichtig. Das erste BMW Modell mit Allradantrieb, der 325 iX (1985) wurde nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Anfragen aus der Schweiz entwickelt. BMW kam auf einen Marktanteil von rund 4% in der Schweiz.
Schon 1992 bewies die BMW (Schweiz) AG Weitblick hinsichtlich Nachhaltigkeit. In Zusammenarbeit mit einem Autoverwerter fand man ein Verfahren, um den Anteil der nicht verwertbaren Reststoffe, um bis zu 44 % zu reduzieren.
Grosse Investitionen
1990 verkaufte die BMW (Schweiz) AG mehr als 14’000 Fahrzeuge jährlich in der Schweiz. Rund 150 Beschäftigte trugen zu diesem Erfolg bei.
1990 trat die BMW (Schweiz) AG mit der Abteilung «BMW-Leasing» erstmals auch als Finanzdienstleister auf, 1994 wurde der Geschäftsbereich von der neu gegründeten BMW Finanzdienstleistungen (Schweiz) AG, einer eigenständigen Tochterfirma, übernommen. Gegen aussen treten die beiden Gesellschaften seither als BMW Group Switzerland auf.
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Bis 1994 stellte sich die BMW (Schweiz) AG mit einer grossen Investitionsphase für die Zukunft auf. Rund 200 Millionen Franken flossen in neue Betriebe und Umbauten nach Corporate-Identity-Richtlinien. Auch der Hauptsitz in Dielsdorf wurde saniert und umgebaut. Im Januar 1995 wurde mit ihm auch ein Showroom und ein Gebrauchtwagen-Center eröffnet.
1999 schrieb die BMW Group Switzerland ihr bisher bestes Geschäftsjahr. Der Umsatz stieg auf 900 Millionen Franken, ein Plus von 8,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Gesamthaft wurden 12’031 Personenwagen und 1517 Motorräder ausgeliefert. Die 3er-Reihe war mit rund 7200 Stück der Bestseller.
Die Ära des BMW 3er (E36) inkl. 3er Compact – 1990 bis 2000
«Wie beim Vorgänger sind nebst der klassischen Limousine auch ein zweitüriges Coupé, ein Cabrio und ein Touring im Angebot.»
Die Ära des BMW 3er (E46) inkl. 3er Compact – 1998 bis 2007
«Mit dem E46 bietet BMW den 3er auch wieder mit Allradantrieb an. Der E46 feiert seine Weltpremiere am Genfer Automobilsalon 1998.»
MINI erfreut die Schweiz
Das neue Jahrtausend startete die BMW Group Switzerland erstmals mit mehr als einer Milliarde Umsatz im Jahr 2000; 183 Personen waren damals in Dielsdorf angestellt. Mit der Einführung des ersten BMW X5 untermauerte BMW ab 2000 seine Allrad-Kompetenz und hatte erstmals ein SAV (Sports Activity Vehicle) im Angebot.
Mit MINI ergänzte 2001 eine weitere Marke das Angebot. Die neue Marke richtete sich vor allem an Frauen und jüngere Käufer. Ein Plan, der aufging: Im Geschäftsjahr 2002 kam die Marke auf einen Marktanteil von 1,27%, im Segment waren es 6,5% – ein europäischer Spitzenwert.
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Die Mini-Lancierung war aufwändig. Zwei Drittel der BMW-Händler mussten mit Neuwagen von MINI bedient werden, ohne das bestehende Geschäft zu tangieren. Die Händler mussten für MINI zudem einen komplett eigenständigen Auftritt schaffen.
2002 markiert einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der BMW Group Switzerland: Die Schweizer Armee bestellte 400 Motorräder der F-Serie für 4,8 Millionen Franken. Bis heute setzt die Schweizer Armee auf Motorräder von BMW.
Zum Ende des Geschäftsjahres 2002 resultierte ein Umsatz von 1,3 Milliarden Franken. 13’455 BMW Fahrzeuge wurden verkauft, zudem 3715 MINI und 1980 BMW Motorräder (exkl. Militär). 236 Beschäftigte arbeiteten zu diesem Zeitpunkt für die BMW Group Switzerland. Hinzu kamen 95 Handelsbetriebe, davon 65 mit MINI und 31 von BMW Motorrad.
2002 wurde das Teile- und Zubehörlager in Dielsdorf geschlossen und durch einen grossen Showroom ersetzt. Und am16. Dezember 2003 fand der Spatenstich zum neuen BMW Group Switzerland Hauptsitz an der Industriestrasse 20 in Dielsdorf statt.
2004 verzeichnete die BMW Group Switzerland erneut ein Rekordjahr. 17’158 Personenwagen wurden verkauft. BMW konnte sich innert 10 Jahren um 68,4% steigern – obwohl der Schweizer Markt in dieser Zeit sogar leicht rückläufig war.
Im Frühjahr 2005 bezogen die Mitarbeitenden das neue Bürogebäude. Am 20. Mai 2005 wurde das Gebäude offiziell eingeweiht.
Durch die Krise
BMW liess die Konkurrenz in der Schweiz bald hinter sich. Mit 20’372 verkauften Autos schaffte es BMW 2007 zur Nummer eins im Premium-Segment. «In der Schweiz halfen uns vor allem das breite Modellangebot und unser Allradsystem xDrive», resümierte der damalige Managing Director das Erfolgsergebnis in einem Interview. «Zudem hat der neue MINI einen ähnlichen Kultstatus erreicht wie sein Original.»
Mit dem ersten BMW X6 kommt 2008 ein weiteres Erfolgsmodell erstmals in die Schweiz. Einen Anteil am guten Image von BMW in der Schweiz dürfte auch das Formel-1-Engagement BMW Sauber F1 von 2006 bis 2009 gehabt haben. Während die Motoren in München gefertigt wurden, beschäftigte das Sauber-Team in Hinwil (ZH) um die 400 Leute.
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Die weltweite Wirtschaftskrise liess auch den Schweizer Automarkt schrumpfen. Aber die BMW Group Personenwagen (BMW und MINI) konnten den Marktanteil auf 6,8% festigen und den Absatz von Fahrzeugen kontinuierlich steigern: 17’541 Einheiten im Jahr 2009, 19’722 Einheiten im Jahr 2010 und 22’113 Einheiten 2021.
Auch bei BMW Motorrad entwickelten sich die Absatzzahlen positiv: 2009 wurden 2028 Einheiten immatrikuliert, was einem Marktanteil von 11,7% (>500 ccm) entsprach. 2010 waren es 2364 Einheiten (14,3%) und 2991 Einheiten (15,5%) 2011.
Die Ära des BMW 3er (E90) – 2005 bis 2013
«Mit dem X3 (ab 2003) hat die 3er-Reihe inzwischen Konkurrenz aus dem eigenen Haus. Die fünfte Auflage, auch als Touring und mit xDrive lieferbar, geniesst in der Schweiz aber weiterhin grosse Nachfrage.»
Die Ära des BMW 3er (F30) – 2011 bis 2019
«Auch der F30 ist als Limousine und Touring zu haben, Coupé und Cabrio werden mit dieser Modellgeneration als 4er-Reihe verkauft. Erstmals sind auch Hybrid-Antriebe verfügbar.»
Neue Wege
Im November 2013 startete der BMW i3 als erstes rein elektrisches Modell von BMW i zu einem Preis ab 39’950 Franken in der Schweiz. Seine Schweizer Premiere feierte das komplett neu konstruierte Modell auf der Auto Zürich. Der i3 wurde in seinem Premiere-Jahr von den Lesern der «Schweizer Illustrierten» zum grünsten Auto des Jahres gekürt und legte damit einen Start nach Mass hin.
Zudem verzeichnete die BMW Group Switzerland ein neues Rekordjahr mit 25’029 verkauften Automobilen und 3235 Motorrädern.
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Im März 2016 wurde das BMW Group Brand Experience Center beim Hauptsitz in Dielsdorf eröffnet. Mit einer Auswahl an rund 100 Demofahrzeugen bietet das Center bis heute eine erstklassige Unterstützung für den Handel und beste Voraussetzungen, die Modelle von BMW, MINI und BMW Motorrad zu erleben.
Im Oktober 2016 stand schliesslich erneut der BMW i3 im Fokus: Im Rahmen des Pilotprojekts «SBB Green Class», eine Kooperation der Schweizerischen Bundesbahnen SBB und der BMW Group Switzerland, erhielten Testkunden in einem Abo-Modell ein Generalabonnement, einen BMW i3 samt Wallbox zu Hause sowie Zugang zu einem Car- und Bikesharing-Dienst. Ein perfektes Beispiel für eine innovative und vernetzte Mobilitätslösung.
2017 knackte die BMW Group Switzerland erstmals die Marke von 30’000 verkauften Autos in der Schweiz und Liechtenstein. Auch BMW Motorrad setzte sich mit 4774 Einheiten an die Spitze der Verkaufsstatistik bei den Motorrädern mit mehr als 500 Kubikzentimetern.
Freund und Helfer
Die Gruppe blieb in der Schweiz auf Erfolgskurs und verbuchte im Jahr 2018 einen Marktanteil von 10%. Für Polizeikorps sind und waren die Modelle der 3er- und 5er-Reihe sowie die X-Modelle seit Jahren und Jahrzehnten beliebte Begleiter. 2019 lieferte die BMW Group Switzerland das erste rein elektrische Patrouillen-Fahrzeug an die Stadtpolizei Wädenswil (ZH) aus.
2020 wurde die 1995 eröffnete BMW Niederlassung Zürich-Dielsdorf (der einzige Verkaufs- und Servicepartner im Besitz der BMW Group Switzerland) verkauft und wird seither von der Hedin Gruppe weitergeführt.
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Trotz der unsicheren Marktlage durch die Corona-Pandemie konnte die BMW Group Switzerland 2020 einen Marktanteil von 11,1% ausweisen und damit, relativ zum Marktumfeld, weiterwachsen. Und: Wie in jedem Jahr seit 2016 erfüllte das Unternehmen auch 2020 die Co2-Vorgaben des Bundes.
Als weiteres Mitglied der BMW i-Familie kam 2021 der iX auf den Markt. Die BMW Group Switzerland lieferte im September 2022 den weltweit ersten iX als Polizei-Einsatzfahrzeug aus und setzte damit eine Tradition fort.
Mit 25’251 Zulassungen kam die BMW Group Switzerland 2023 schon fast an das Verkaufsniveau von vor der Corona-Pandemie. Beste Voraussetzungen für Sergio Solero, der zum 1. März 2024 das Amt des President & CEO der BMW (Schweiz) AG übernahm.
Die Gegenwart: der BMW 3er (G20) – seit 2018
«Mit der 2018 präsentierten, siebten Generation der 3er-Reihe legte BMW noch mehr Fokus auf ein vielseitiges Antriebsportfolio – und traf damit einmal mehr den Zeitgeist.»
BMW Art Cars
Seit nunmehr fünf Jahrzehnten prägt BMW die automobile Landschaft der Schweiz mit einer unverwechselbaren Mischung aus technischer Präzision, zeitloser Formensprache und konsequentem Innovationsgeist.
50 Jahre,
20 Art Cars,
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1975 war nicht nur das Geburtsjahr der BMW Group Switzerland, sondern auch der BMW Art Cars. Dem Kunst-Auktionator und Rennfahrer Hervé Poulain war es damals gelungen, BMW-Rennleiter Jochen Neerpasch und den BMW-Vorstand davon zu überzeugen, einen BMW 3.0 CLS für den Einsatz in Le Mans vom Künstler Alexander Calder gestalten zu lassen. Auf das Erstlingswerk folgten insgesamt 19 weitere BMW Art Cars. Bei der Jubiläumsparty in Zürich blickte Sven Grützmacher, Director Corporate Communications gemeinsam mit Jochen Neerpasch, der Liechtensteiner Motorsport-Legende Max Heidegger und Classic Driver CEO J.P. Rathgen zurück in die goldene Ära des Motorsports.



